XING E-Recruiting Podcast

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Folge 18: Thomas Sattelberger im Covid-Spezial beim XING E-Recruiting Podcast

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Erkundigt man sich bei Thomas Sattelberger nach den Überlebenschancen kleiner und mittelständischer Unternehmen im Zuge der Krise, so erhält man eine Antwort in typischer Sattelberger-Manier: „Wahrscheinlich werden einige Unternehmen über die Wupper gehen, aber die wären auch ohne Corona über die Wupper gegangen“. Im Covid-Spezial unseres XING E-Recruiting Podcasts unterhalten sich Yee Wah Tsoi und Marcus Merheim – natürlich vorbildlich virtuell – mit dem Politiker und Arbeitsmarktexperten Thomas Sattelberger.

Ehemaliger Personalvorstand von Continental und Telekom zu den Folgen der Corona-Pandemie auf die Unternehmen

Dass Thomas Sattelberger sich mit dem Arbeitsmarkt hervorragend auskennt kommt nicht von ungefähr, schließlich war er jahrelang in deutschen Großkonzernen als Personalvorstand tätig. Sattelberger saß im Vorstand von Continental und zuletzt bei der Telekom. Nach dem Ende seiner Karriere in der Wirtschaft ging es für ihn sofort in der Bundespolitik weiter: Seit 2017 ist er Mitglied im Deutschen Bundestag. Dort sitzt er für die FDP-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Zudem ist er fachpolitischer Sprecher der Fraktion für Innovation, Bildung und Forschung. Zusätzlich machte Thomas Sattelberger zuletzt Schlagzeilen, als er als einer der ersten deutschen Politiker am Corona-Virus erkrankte und sich damit gezwungenermaßen bestens mit diesem Thema auskennt.

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„Corona-Check“: Bis zu 170.000 Menschen verfolgen täglich per Videopodcast die Entwicklung seiner Infektion mit dem Virus

Auch während der Zeit in Quarantäne war er umtriebig: Über seinen Twitter-Kanal ließ der Politiker die Menschen an seinen Erfahrungen mit der Erkrankung teilhaben. „Ich glaube, es ist für andere hilfreich zu hören, wie ein betroffener Mensch damit umgeht“, erklärt Sattelberger, „Ein Vorbild wollte ich jedoch nicht sein, eher eine Art Rollenbeispiel.“ Seine Abrufzahlen geben ihn Recht: Bis zu 170.000 Menschen verfolgen täglich sein Videotagebuch.

In diesem Tagebuch der besonderen Art tut Sattelberger auch seine Meinung hinsichtlich der Arbeit von Bundesregierung und verantwortlichen Institutionen kund. „Ich habe heute den Bescheid darüber erhalten, dass ich mich in Quarantäne begeben soll, obwohl ich diese bereits Ende März beendet hatte“, erklärt Sattelberger in einer Mischung aus Faszination, Ungläubigkeit und Ärger.

Welche Unternehmen Probleme bekommen werden

Trotz der gegenwärtigen wirtschaftlich schwierigen Situation blickt Sattelberger aber positiv in die Zukunft. „Wenn die Notprogramme wirklich funktionieren, die 750 Milliarden Euro in die Volkswirtschaft einströmen und im Spätsommer noch ein zweites Investitionsprogramm kommt, dann scheint mir, dass die Überlebenschancen gerade für kleine und mittelständische Unternehmen doch relativ hoch sind“.

Zugleich ist er als Manager auch Realist. „Ich glaube nicht, dass wir diese Krise ohne einen gravierenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen überstehen werden“, denkt Sattelberger. Vornehmlich sieht er ein Problem bei Unternehmen, die von vornherein nicht krisensicher aufgestellt waren: „Wahrscheinlich werden einige Unternehmen über die Wupper gehen, aber die wären auch ohne Corona über die Wupper gegangen“.

Chancen für Arbeitgeber: „Eine Krise setzt auch ungeahnte Kräfte und Möglichkeiten frei“

„Unternehmen dürfen nicht untätig darauf warten, dass der Staat sie rettet“, bekräftigt Sattelberger. „Es muss nach kreativen Lösungen gesucht werden.“ Und das bedeutet für ihn auch, kreativ in der Personalarbeit zu sein. So möchte er Unternehmen beispielsweise dazu ermutigen, im Bereich Employer Branding experimentell zu agieren: „Es müssen nicht immer die 10.000 Euro für den Ozeandampfer sein, manchmal reichen auch die 1.000 Euro für das Segelschiff. Wichtig ist, die Zeit für eine kreative Konzeptentwicklung zu nutzen“.

Sie wollen noch mehr von Thomas Sattelberger hören? Dann hören Sie auch mal in den „Schräg im Stall – Podcast“ rein, der sonntäglich veröffentlicht wird. Zusammen mit dem 20-jährigen YouTuber Fabian Grischkat unterhält sich Thomas Sattelberger über die Politik und die Welt.

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„New Work Crisis Heroes“: Jetzt bewerben bis Ende Juni

Thomas Sattelberger ist zusätzlich Schirmherr des New Work Ideenlabors der NEW WORK SE. Auch dieses Jahr suchen wir im Rahmen des Wettbewerbs „New Work Award“ nach kreativen, modernen, vorbildlichen Konzepten aus der Arbeitswelt – von Unternehmen wie Einzelpersonen. Anlässlich der Corona-Krise ist die Sonderkategorie „New Work Crisis Hero“ hinzugekommen. Bewerben Sie sich bis 30. Juni 2020. Weitere Informationen finden Sie hier.


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Über diesen Podcast

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